Kategorie: Hardware
Die Festplatten werden immer preiswerter und auf dem heimischen PC fehlt oft Platz auf den Selbigen. Da ist es naheliegend, einmal mehr in neue Festpatten zu investieren. Jedoch welche Platten in welcher Größe? Angesichts der mittlerweile hauptsächlich vorherrschenden SATAII-Technologie, ist es naheliegend auch diese Technik für neuen Platten zu wählen. Alternativ kann natürlich auch auf IDE Platten zurückgegriffen werden, da hier praktisch kein Unterschied in der Geschwindigkeit festzustellen ist, beachtet man nur die Schnittstelle und lässt verschiedene Modelle verschiedener Hersteller erstmal außen vor.
Ich habe mich für 2 SATAII Platten mit einer Kapazität von je 250GiB von Seagate entschieden, da diese ein ziemlich gutes Preis-/Leistungsverhältnis haben. Diese beiden Platten habe ich dann an die entsprechenden Anschlüsse meines Boards gehängt und im BIOS die RAID-Funktion aktiviert. Natürlich als RAID0, da es mir hier auf die Geschwindigkeit ankommt. Somit werden die beiden Platten zu einer zusammengefasst, was zur Folge hat, dass die beiden Platten gleichzeitig arbeiten, obwohl es im System als nur eine logische Platte zu sehen ist. Das bringt natürlich einen enormen Geschwindigkeitszuwachs was das Lesen und Schreiben größerer Datenmengen angeht.
Um diesen Vorteil auch beim Betriebssystem nutzen zu können, habe ich dieses eben auch auf das RAID System installiert, auf eine eigene Partition. Jedoch ist beim installieren von Windows XP auf ein RAID System ein Treiber für eben dieses notwendig. Der Treiber muss bereits im Setup vor der Installation eingebunden werden, indem am Anfang des Setups die F6-Taste betätigt wird. Leider ist Windows XP hier nur in der Lage Treiber von Disketten zu lesen! Diese muss man dann einlegen und die Treiber laden.
Eine andere, aber noch aufwendigere Alternative kann das Erstellen einer neuen Windows XP CD mit integrierten RAID Treibern sein. Dies ist mittels nLite möglich.
Ist die Installation abgeschlossen, sollte das System auch entsprechend schnell booten. Wie folgendes Diagramm zeigt, ist das RAID0 System entschieden schneller als eine einzelne SATAII Festplatte (Im Schnitt: 104MB/Sek. zu 65MB/Sek.):

(Die Festplatten im Vergleich: RAID0 und eine einzelne Platte)
Man muss aber auch erwähnen, dass das Risiko eines Datenverlustes bei einem RAID0 steigt. Denn wenn eine der beiden RAID0 Festplatten das zeitliche segnet, dann sind die Daten von beiden Festplatten nicht mehr zu gebrauchen, da diese in 128kb Blöcke gleichmäßig auf beiden Platten verteilt werden um auch einen wirklichen Geschwindigkeitsvorteil zu haben. Hier sollte also auch eine Backup-Lösung mit eingeplant oder direkt ein gespiegeltes RAID-System aufgebaut werden.
Ich habe mich für eine Software Backup-Lösung entschieden, die in regelmäßigen Abständen eine Kopie auf eine gesonderte Festplatte aller wichtigen Daten anlegt.
Für die Festplatten habe ich einen Rahmen gebaut, in dem aus Platzgründen, ich habe einen kleinen Tower, lediglich 3 Festplatten Platz finden. Dort befinden sich nun die beiden 250GiB Platten fürs RAID sowie die alte 320GiB Festplatte für sonstige Daten und ein 80mm Lüfter, der mit 1500 Umdrehungen/min. kaum hörbar ist, aber einen kontinuierlichen Luftstrom für die Festplattenkühlung erzeugt. Das Backup wird auf eine 80GiB Platte geschrieben, welche sich in dem Diskettenlaufwerksschacht des Towers befindet.
Der Festplattenhalter inklusive Lüfter sieht wie folgt aus:

(Die 3 Festplatten: Die unteren beiden bilden das RAID0 mit 500GiB, die obere hält weitere 320GiB Platz bereit)

(Der Lüfter von Arctic-Cooling ist dank seiner 1500U/Min. kaum hörbar)